Gib Gummi!

Ich beginne in Kürze mit den Arbeiten mit dem Band 3 der Buchreihe um die portugiesische Rechtsanwältin Rosa Cigara und den Hobbyhistoriker Hermann Weber.

Beide werden in einen gefährlichen Strudel von Geschehnissen im internationalen Rohstoff- und Recyclinggeschäft gezogen.

Schwerpunkt ist dabei der Handel mit Kautschuk- und Plastikabfällen.

Alte Bekannte, allesamt sehr humorlos, tauchen auf und schaffen dem Paar erhebliche Probleme.

Die Schilderungen basieren auch in Band 3 auf persönlichen Erlebnissen des Autors und seinen Bewertungen zeithistorischer Abläufe.

Das Buch soll auch eine Liebeserklärung des Autors an den authentischen Fußball und den Verein seines Herzens Eintracht Braunschweig werden.

Geplantes Erscheinungsdatum Frühjahr 2021.

Polnische Besatzungszone im Emsland

Ein weitgehend unbekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte ist die Existenz einer selbstverwalteten polnischen Besatzungszone im Emsland in den Jahren 1945 bis 1948.

Sitz der polnischen Besatzungsmacht war das kleine Städtchen Haren.

Die unklare Situation in der Heimat, der unklare Genzverlauf zur Sowjetunion und die Entwurzelung durch den nationalsozialistischen Terror führten dazu, dass bis zu 40.000 sogenannte „DP“, Displaced Persons polnischer Nationalität in der Region um Haren Zuflucht suchten.

In den Jahren bis 1948 trug der Ort Haren, angelehnt an den Namen eines Generals der polnischen Exilarmee, den Namen Maczków.

Auf Druck der Sowjetunion musste die polnische Enklave im Jahr 1948 aufgelöst werden.

Bis heute tut sich die Stadt Haren schwer mit diesem Teil der Stadtgeschichte.

Erst jetzt, 70 Jahre nachdem diese Episode der Nachkriegsgeschichte ihr Ende fand, werden Pläne für eine Gedenk-und Dokumentationsstätte im ehemaligen Sitz der Besatzungsverwaltung in Angriff genommen.

 

Kapplers Hut – Band 2 der Reihe ist fertig gestellt

„Kapplers Hut“ ist fertig gestellt. Lange Recherchen, vielfältige eigene Erlebnisse und eine Menge Fantasie sind in diesen zweiten Band der Reihe um die portugiesische Anwältin Rosa Cigara und den deutschen Hobbyhistoriker eingeflossen

Am Montag, dem 20.1.2020 habe ich mein zweites Baby kritischen Probeleser*innen und vor allem meiner Lektorin vorgelegt.

Das Foto zeigt das Titelbild, auf dem in der zweiten Reihe als fünfter von rechts der Namensgeber des Bandes zu sehen ist, der spätere SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler, der Gestapochef von Rom.

Ich bin gespannt wie Schmidt´s Katze, wie die ersten Reaktionen ausfallen werden.

Die geneigten Besucher*innen dieser Homepage werde ich auf dem Laufenden halten und auch endlich wieder mit der einen oder anderen Anekdote aus Alttagsleben und Geschichte erfreuen.

Strafanzeige wegen Volksverhetzung- Nazi-Parolen im öffentlichen Raum

Das Foto habe ich vor einem Aldi-Markt in meinem Wohnort Burgdorf bei Hannover gemacht.

Das Ergebnis der am gleichen Tag gestellten Strafanzeige wegen Volksverhetzung zumindest nach meinem Kenntnisstand: Null.

Ich werde bei der zuständigen Staatsanwaltschaft recherchieren, was aus meiner Strafanzeige geworden ist…..

Keine Nazi-Parolen im öffentlichen Raum und anderswo!


Rojava 5 km – Absurdes Theater?

Dieses Bild enthält auf den ersten Blick eine absurde Aussage. Aufgenommen habe ich es im Wendland. Rojava in Syrien, das sind doch tausende von Kilometern!?!

Was geht uns das an? Es ist so weit weg!

Nein, es ist mitten unter uns. 850.000 Kurden leben in Deutschland. Sind Nachbarn, Freund*innen, gehen gemeinsam mit unseren Kindern zur Schule und, und, und..

Die Region Rojava war und ist ein Symbol für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen, für ein selbstbestimmtes Leben in einer autonomen kurdischen Region, für Frauenemanzipation.

Die Kurden trauern um die vielen getöteten Menschen, die erst durch den mörderischen IS und jetzt durch die Attacken der Armee des türkischen Sultans und seiner islamistischen Fußtruppen ums Leben kamen.

Sie trauern mitten unter uns, um Frauen, Kinder, Brüder, Schwestern, Cousins und Cousinen, Väter und Mütter.

 

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Hitlerattentat durch Georg Elser – Burgdorf bei Hannover setzt Maßstäbe

Das kleine Städtchen Burgdorf bei Hannover hat Maßstäbe gesetzt. Bereits im Jahr 1985 wurde eine Straße in einem Neubaugebiet nach dem Hitler-Attentäter Georg Elser benannt. Im Jahr 1985 blieb diese Entscheidung des Stadtrates vollkommen unbemerkt. In der niedersäschsischen und bundesdeutschen Öffentlichkeit nahm niemand diesen Schritt zur Kenntnis.

Es dauerte noch weitere Jahre bis die heroische Tat des Tischlers Georg Elser aus Königsbronn im Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit angekommen war. So blieb auch die vermeintliche Zivilcourage der Burgdorfer Stadträt*innen unter dem Radar der Medien. Ich sorgte für große Überraschung, als ich seit Anfang der 2000er Jahre der Elser-Forschung entgegen trat und mit einem „Einspruch“ darauf hinwies, dass Burgdorf bei Hannover der Ort war, an dem dem Volkshelden Georg Elser zum ersten Mal nach seiner Tat Genüge getan wurde.

Nachtrag: ich habe die Motivation der Burgdorfer Stadträt*innen nicht hinterfragt…… Der Antrag kam aus den Reihen der SPD.

 


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Hitlerattentat : Georg Elser in den Mühlen der Gestapo

 

Gruppenbild, Der Gamsbart

Gruppenbild, Kapplers Hut

Dieses Foto zeigt die Absolventen eines Kommissarslehrgangs für den Einsatz bei der Gestapo oder anderer Terrorbehörden des Nazi-Staates. Aufgenommen wurde das Foto im Jahr 1937. In der zweiten Reihe ist als 3. Person von rechts der spätere SS-Obersturmbannführer und Chef der Gestapo und des Sicherheitsdienstes Herebrt Kappler zu sehen.

 

Kappler war zwei Jahre später einer der drei Kommissare, der den Hitler-Attentäter Georg Elser vernommen haben.

Die anderen abgebildeten Personen wurden, sofern sie nicht goldene Löffel gestohlen haben, wichtiger Teil des Terrorapparats und gehörten zur Vernichtungselite des Nazistaats. Für die Zeit nach dem Endsieg wurden ihnen allesamt glänzende Karrieren vorher gesagt.

In meinem Roman „Kapplers Hut“ werde ich auf die Rolle Herbert Kapplers im Zusammenhang mit Georg Elser und dem Hitler-Attentat ausführlich eingehen.

 


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Die letzte Reise des SS-Obersturmbannführers Herbert Kappler

Am 7.Oktober 1977 hatte nicht nur der sozialistische Teil Deutschlands, die Deutsche Demokratische Republik , Geburtstag, sondern auch ein vermeintlicher Taxifahrer in der niedersächsischen Kleinstadt Burgdorf bei Hannover feierte seinen 70. Geburtstag. Dieser Taxifahrer hatte verschiedene berufliche Merkmale, die ihn aus der Masse seiner Kollegen heraus hoben.

Er war promovierter Volljurist, hatte als Schauspieler in Italien in zwei Kinoproduktionen mitgewirkt und einen Großteil seines Lebens in Italien verbracht. Zeitweise nicht ganz freiwillig, denn er war als SS-Sturmbannführer und  Angehöriger der Gestapo in Rom bei Kriegsende interniert worden. Gemeinsam mit seinem Chef, SS-Obersturmbannführer Hebert Kappler stand er wegen seiner Beteiligung am Massaker an den Ardeatinischen Höhlen bei Rom vor einem italienischen Militärgericht. Der spätereTaxifahrer wurde im Gegensatz zu seinem Chef frei gesprochen und konnte das Gericht auf freiem Fuß verlassen.

Der Name des Taxifahrers war Dr.iur. Borante Domizlaff, der  an diesem 7.Oktober seinen 70. Geburtstag feierte. Ehrengast dieser Veranstaltung war der unter mysteriösen Umständen im August 1977 aus italienischer Haft geflohene ehemalige Gestapo-Chef Roms Herbert Kappler, der sich trotz eines Auslieferungsersuchens der italienischen Behörden unter dem Schutz der deutschen Polizei frei bewegen konnte.

Ich weise darauf hin, dass das auf den Fotos abgebildete Gebäude erst Anfang der 80ziger Jahre in den Besitz des Landvolks Hannover übergegangen ist. Wer mir Angaben darüber machen kann, wer im Jahre 1977 EigentümerIn des Gebäudes gewesen ist, ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Danke!

30.04.1945 Como/Comer See, Casa Di Popolo, Ein letzter Blick auf Mussolinis Schatz

Die Bilder zeigen die „Casa di Popolo“ in Como am Südufer des gleichnamigen Sees. Der bei Mussolinis Festnahme in Dongo beschlagnahmte italienische Staatsschatz wurde von dort unter scharfer Bewachung durch Partisanen der 52. Garibaldi-Brigade in dieses Gebäude verbracht. Im Raum Nr. 6 der Karte, im Erdgeschoss des Gebäudes, wurden alle Kisten geöffnet und der Inhalt erfasst.

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28.April 1945 Mussolini und Claretta Petacci werden öffentlich zur Schau gestellt

Die Nachricht von der Erschießung Mussolinis und Claretta Petaccis sowie der in Dongo erschossenen Führer der faschistischen bewegung wurden auf der Ladefläche eines LKW ins 70 km entfernte Mailand transportiert. Auf der Piazzale Loreto werden sie auf den Boden geworfen und der außer Rand und Band geratenen Bürgermeute präsentiert.

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75 Jahre danach : 27. April 1945 Dongo/Comer See Uferpromenade

Die gemeinsam mit Mussolini und seiner Geliebten Claretta Petacci festgenommenen Führer der faschistischen Bewegung Italiens sollten an der Uferpromenade des Comer Sees gegenüber dem Rathaus von Dongo hingerichtet werden. Die Partisanen wollten kurzen Prozess mit ihnen machen. Unter dem Gejohle der zahlreich vertretenen Bürger*innen Dongos wurden sie an einem mit Ornamenten verzierten Eisenzaun mit dem Rücken zum Ufer aufgestellt.

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April 1945 – Kriegsende in Norditalien – Mussolini wird hingerichtet – Der italienische Staatsschatz verschwindet

In den nächsten Tagen werden an dieser Stelle Ergebnisse meiner Recherche veröffentlicht, die den historischen Rahmen für Teil 1 und 2 meiner Thrillerreihe darstellen.

Ich habe viele der historischen Orte besucht, habe dort viele Informationen erhalten, die in meine Romane eingeflossen sind bzw. noch einfließen werden.
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Chiang Mai : Deutsche Waffen, Deutsches Geld….

….bringen Elend in alle Welt.

Dieser mehr als 50 Jahre alte Slogan aus der Zeit der 68er-Bewegung in der alten Bundesrepublik hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Ein Besuch im MAIIAM Museum für Zeitgenössiche Kunst in Chiang Mai in Nordthailand brachte es an den Tag: im Zusammenhang mit der Vertreibung der Rohinya aus Myanmar durch die Militärregierung werden in Deutschland von Politik und Medien wieder einmal bittere Krokodilstränen vergossen.

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Donald J.Trump – Sensationelle Entdeckung in Teheran

Die deutsche Herkunft des aktuellen US-Präsidenten Donald Trumo galt bisher als feste Größe in der Bewertung des alltäglichen Chaos, über das die weltweiten Medien leider aus dem Weißen Haus aus Washington berichten müssen.

Nun bringt eine sensationelle Entdeckung in Teheran auch diesen Teil des Trump´schen Kartenhauses selbtverliebter Weltsicht zum Einsturz.

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Babybombies – Laos 2019

Im volksdemokratischen Laos gibt es für die Landbevölkerung so etwas wie einen Sechser im Lotto: der Fund eines Transportbehälters für Clusterbomben aus US-amerikanischer Produktion. Die Chancen dafür stehen insbesondere an der Region „Plain of the Jar“ auf deutsch „Ebene der Tonkrüge“ besonders gut.

Das kleine Laos war Hauptangriffspunkt für Flächenbombardements während des amerikanischen Vietnamkrieges. Fünf lange Jahre fielenin dem vor der Weltöffentlichkeit geheim gehaltenen Bombenkrieg mehr Bomben als im gesamten 2. Weltkrieg und im Koreakrieg insgesamt abgeworfen worden sind.

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Kapplers Hut : 75. Jahrestag des Massakers an den Fosse Ardeatine bei Rom am 24.3.2019

Leseprobe aus Teil 2 der Erlebnisse des Hermann Weber:

23.03.1944 Via Rassella, Rom, mittags

Die Explosion in der Via Rassella traf den Zug der SS- Ordnungspolizei aus Südtirol mit voller Wucht und völlig unvorbereitet. Jeden Tag marschierte diese Einheit in strammen Gleichschritt durch die engen Gassen der italienischen Hauptstadt, verbreitete dabei mit dem martialischen Gedröhn der genagelten Stiefel der Marschkolonne das Symbol der Unterwerfung Italiens unter das deutsche Reich Adolf Hitlers.

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Reisebericht: Reise nach Jerusalem Teil 3 Closure Policy – Menschenleere Städte

Die Meldungen aus Palästina der letzten Tage brachten einen besonders bizarren Aspekt des Konflikts auf´s Tablett. Der Verkauf von Land in der Westbank und Ost-Jerusalem durch arabische Eigentümer an jüdische Käufer wird zum Politikum.

Dieser Verkauf ist bei Androhung der Todesstrafe durch die palästinensischen Behörden verboten.  Die Todesstrafe wurde auch verhängt, aber per Dekret von Präsident Abbas nicht ausgeführt.

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Reisebericht: Die Reise nach Jerusalem – Teil 2 (Hebron)

Déjà-vu in Hebron

Ich hatte viele Eindrücke auf dieser Reise, die mich in zum Teil lange zurückliegende persönliche Erlebnisse zurück katapultierten.
Die Bilder der Prätorianergarde der deutschen Bundespolizei in Brokdorf und Gorleben, die Bilder der martialisch auftretenden Polizei vom G20-Gipfel aus Hamburg. Alles war wieder präsent beim Anblick der bis auf die Zähne bewaffneten israelischen Sicherheitskräfte in Hebron, im Süden des besetzten Westjordanlandes.

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Reisebericht: Die Reise nach Jerusalem – Teil 1 (Terrorismusverdacht)

ION Scan 500DT & Sicherheitskontrolle

Fast eine Stunde lang habe ich bei der Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv auf das Typenschild des Detektors geschaut. Das Modernste, was internationale Sicherheitstechnik vom Marktführer Smiths Detection in Sachen Sprengstoff und Drogen derzeit anbietet.

Der für mich zuständige Kontrolleur schien allerdings große Zweifel an der Zuverlässigkeit der Technik des Weltmarktführers zu haben.

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