Polnische Besatzungszone im Emsland

Ein weitgehend unbekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte ist die Existenz einer selbstverwalteten polnischen Besatzungszone im Emsland in den Jahren 1945 bis 1948.

Sitz der polnischen Besatzungsmacht war das kleine Städtchen Haren.

Die unklare Situation in der Heimat, der unklare Genzverlauf zur Sowjetunion und die Entwurzelung durch den nationalsozialistischen Terror führten dazu, dass bis zu 40.000 sogenannte „DP“, Displaced Persons polnischer Nationalität in der Region um Haren Zuflucht suchten.

In den Jahren bis 1948 trug der Ort Haren, angelehnt an den Namen eines Generals der polnischen Exilarmee, den Namen Maczków.

Auf Druck der Sowjetunion musste die polnische Enklave im Jahr 1948 aufgelöst werden.

Bis heute tut sich die Stadt Haren schwer mit diesem Teil der Stadtgeschichte.

Erst jetzt, 70 Jahre nachdem diese Episode der Nachkriegsgeschichte ihr Ende fand, werden Pläne für eine Gedenk-und Dokumentationsstätte im ehemaligen Sitz der Besatzungsverwaltung in Angriff genommen.

 

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