Monströse Mauer in Jerusalem mit Graphiti

Recherche: Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Yad Yashem in Jerusalem, Februar 2012

Recherche im Archiv der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Mount Herzl.  Die Geschichte des Staates Israel zusammengefasst an einem Hügel im Westteil der Stadt Jerusalem. Man erfährt viel über die israelische Seite der Medaille, aber eben nur über eine.

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, auch Eindrücke von den Auswirkungen der israelischen Siedlungspolitik zu sammeln. Und dann stand ich direkt vor ihm: dem Monstrum Mauer.

Monströse Mauer in Jerusalem mit Gerd Bohne

Gerd Bohne steht vor der monströsen Mauer in Jerusalem

Wer einmal an der Berliner Mauer gestanden hat und die Mauer zu den palästinensischen Gebieten auf sich wirken lässt, kann nur eines feststellen: die Berliner Mauer war Kindergarten.

Die Wucht der Mauer in Jerusalem  ist bedrückend. Sie überragt in ihrer Wirkung alles, sie scheint willkürlich gesetzt zu sein, trennt Straßen, Wohngebiete, ist mit Grafitti und Wandmalereien übersät, die ihr ein wenig von ihrem Schrecken nehmen.

Sie strahlt eine ungeheure Gewalt aus, macht wütend.

 

Monströse Mauer in Jerusalem mit Graphiti

Monströse Mauer in Jerusalem

Burgdorf,  Ende September 2018

In zwei Wochen werde ich wieder nach Jerusalem reisen, diesmal nicht zur Recherche,  sondern in die besetzten palästinensischen Gebiete.

Argumente sammeln für die Auseinandersetzung mit dem aggressiven Zionismus,  gegen undifferenzierte, denunziatorische Vorwürfe des Antisemitismus.

Ich werde versuchen, täglich mit Fotos und Text von der Reise in die besetzten Gebiete zu berichten.

 


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2 Kommentare

  • Hallo Gerd,

    deine ersten Blogbeiträge sind hochinteressant und die Bilder sprechen für sich! Ich freue mich, den ersten Kommentar auf deinem Blog schreiben zu dürfen. Viele Jahre hab ich in West-Berlin in unmittelbarer Nähe zur Mauer gewohnt und weiß, wie sich das anfühlt. Aber gegen diese Mauer in Jerusalem war die Berliner in der Tat Spielkram.

    Ich bin sehr gespannt, was du in Zukunft alles berichten wirst. In Zeiten, wo sich selbst der Bundespräsident Sorgen über die Demokratie in Deutschland macht, tun Blogs, wie deiner, mehr als Not. In dieser Woche war in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu lesen, dass Volkswagen Auszubildende regelmäßig für 2 Wochen zu Arbeitseinsätzen nach Auschwitz schickt. Mehr dazu hier: http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/VW-Azubis-arbeiten-in-Auschwitz-gegen-das-Vergessen Das ist doch mal was! Aufklärung und Prävention sind so wichtig. Heute mehr denn je.

    Deshalb wünsche ich dir ganz viel Erfolg, mit deinem Blog, anregende Diskussionen und viele weitere Enthüllungen durch zahlreiche Blogerinnen und Blogger. Und natürlich wünsche ich dir viel Erfolg mit deinem in Kürze erscheinenden historischen Politthriller, deinem Erstlingswerk „Die Brosche“. Ich bin sehr neugierig, welche spannenden Geschehnisse du uns darin auftischen wirst und welche Resonanz du erfährst.

    Außerdem wünsche ich dir spannende Entdeckungen und interessante Begegnungen in Jerusalem. Argumente sammeln, das ist doch mal eine etwas andere Art von Sammelleidenschaft. Mit großem Interesse werde ich verfolgen, was wir in Kürze von Dir zu lesen und zu sehen bekommen werden. Mach weiter so und lass uns teilhaben an deinem Wissensschatz. In diesem Sinne, alles Gute für dich!

    • Hallo Christiane,
      vielen Dank für diesen aufmunternden ersten Kommentar.
      Ich habe lange überlegt wie ich diese Homepage einsetzen sollte.
      Nur für das Marketing oder auch als Meinungsplattform.
      Diese Entscheidung haben mir die Entwicklungen der letzten Monate schnell abgenommen. Ich kann Dir versprechen, dass ich noch
      viele Geschichten zu erzählen habe, die sehr anschaulich machen werden, wie wichtig das Mund-auf-machen und Position-beziehen
      gerade in der heutigen Zeit ist. Und es ist beileibe nicht so, dass diese bedrohlichen Ereignisse vom Himmel gefallen sind.
      Viele der Erlebnisse während der langen Phase der Recherche werde ich auch nicht in meinen Romanen verarbeiten können, also
      bleibt mir „nur“ der Blog.

      Ich bin wirklich sehr gespannt auf die „Reise nach Jerusalem“.

      Mal sehen, ob ich es hinkriege dort in den besetzten Gebieten, einigermaßen kontinuierlich zu berichten.

      Viele Grüße
      G

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